
Die Hospizstiftung GG ist stolz auf die sehr aktive Gruppe der Freunde und Förderer, die voller Überzeugung tatkräftig und hochmotiviert dabei helfen, ein stationäres Hospiz für den Landkreis Groß-Gerau entstehen zu lassen.
Wir suchen Freiwillige, die uns Zeit zur Verfügung stellen. Es geht dabei nicht um die Betreuung von Menschen am Lebensende, sondern vielmehr um eine organisatorische Hilfe. Unser Unterstützerkreis besteht derzeit aus vielen Menschen, die ihre Zeit, Fähigkeiten und Motivation einbringen und darf weiter wachsen.
Wie kann eine solche Hilfe von Ihnen beispielsweise aussehen?
Sie brauchen keine Angst zu haben, dass Sie mit Fragen konfrontiert werden, die Sie nicht beantworten können. Wir informieren unsere Helferinnen und Helfer bestmöglich und jede/r macht nur das, was sie/er sich zutraut. Bei Informationsständen ist immer jemand mit ausreichendem Hintergrundwissen anwesend.

Wir treffen uns monatlich in einer Online-Sitzung und besprechen, was es Neues gibt und was zu tun ist. Schauen Sie doch mal rein – ganz unverbindlich. Treten Sie mit uns in Kontakt! Auch wenn Sie nicht mitmachen können oder möchten, geben Sie diesen Aufruf bitte weiter. Vielen Dank!

Die Hospizstiftung GG arbeitet intensiv an ihrem Ziel, ein stationäres Hospiz in Groß-Gerau zu errichten. Der Bekanntheitsgrad, die Zahl der Veranstaltungen und damit verbunden die Fülle der Aufgaben haben in den vergangenen Monaten derart zugenommen, dass sich der Vorstand dazu entschlossen hat, eine Geschäftsstelle einzurichten, die von einer hauptamtlichen Mitarbeiterin geführt werden soll. Die Leiterin dieser Stelle ist mittlerweile gefunden: Es ist Sina Senßfelder aus Groß-Gerau.
Die 42-jährige Diplom-Pädagogin wird 20 Wochenstunden für die Hospizstiftung arbeiten. Ihr Büro befindet sich im Haus des Handwerks in Groß-Gerau, in den Räumen des Palliative-Care-Teams Leuchtturm, Am Marktplatz 19. Sina Senßfelder freut sich auf ihren neuen Job. „Das passt sowohl von meinem bisherigen beruflichen Werdegang her als auch von meinem Interesse am Thema“, sagt sie.
Nach ihrem Studium in Mainz hat die Mutter zweier Kinder vier Jahre beim Allgemeinen Sozialen Dienst im Jugendamt des Kreises Groß-Gerau gearbeitet. Zuletzt war sie in der Kinder- und Jugendhilfe in Frankfurt am Main tätig. „Ich habe mit vielen verschiedenen Institutionen zusammengearbeitet, ob das Schule, Kita, Wohngruppen, Polizei oder Justiz waren – und ich habe dabei unheimlich viel gelernt“, sagt Sina Senßfelder, die gern mit Menschen zu tun hat.
Das Thema Hospiz- und Palliativversorgung interessiert sie schon seit rund 20 Jahren. Nach dem Abitur habe sie sogar daran gedacht, beruflich in die medizinisch-pflegerische Richtung zu gehen. Sie machte ein Pflegepraktikum in der Kreisklinik Groß-Gerau. Während der Corona-Jahre hat sie die Ausbildung zur Hospizbegleiterin bei der Rüsselsheimer Hospizhilfe absolviert, sie durchlief ein Praktikum beim „Leuchtturm“ und kürzlich hospitierte sie zwei Tage im Hospiz in Erbach im Odenwald.
All das bestärkte ihren Entschluss, die Arbeitsstelle zu wechseln. „Eigentlich ist es ein so schweres Thema – Sterben und Tod. Angst und Ehrfurcht gehören dazu. Aber auch zum Beispiel die schöne und freundliche Atmosphäre in einem stationären Hospiz. Die Verbundenheit mit dem Leben, die Gemeinschaft.“
Darum ist es Sina Senßfelder ein Anliegen, von diesem Thema noch mehr Menschen zu erzählen, sie zu sensibilisieren

Die neue Geschäftsstellenleiterin arbeitet von Anfang an ehrenamtlich bei der Hospizstiftung mit und spürt: „Man bewegt etwas. Wir sind sichtbar im Kreis.“
Nun freut sie sich auf die weitere und noch engere Zusammenarbeit mit dem Stiftungsvorstand. Strukturieren, informieren, vernetzen, kommunizieren – so fasst Sina Senßfelder ihre künftige Aufgabe zusammen. Auch die Organisation von Veranstaltungen, in die sie jetzt schon ehrenamtlich eingebunden war, bleibt Teil ihres Arbeitsbereichs. Was die Benefizveranstaltungen angeht, so kann sie dabei ein großes Hobby von sich mit einbringen: das Laufen und die Kontakte, die sie im Sport (auch Tennis spielt sie gern) bereits hat. „Ich finde es schön, wenn ich Haupt- und Ehrenamt ein wenig verbinden und meine Ideen verwirklichen kann“, sagt sie. „Hochmotiviert bin ich jedenfalls.“

Die Hospizstiftung GG hat zum 1. Mai 2025 einen hauptamtlichen Projektleiter für den Bau des stationären Hospizes für den Landkreis Groß-Gerau angestellt. Die Wahl fiel dabei auf den 59 Jahre alten Architekten und Groß-Gerauer Raimund Schreckenberger, der sich bereits seit dem Jahr 2022 ehrenamtlich bei den Freunden und Förderern der Hospizstiftung engagiert hat.
Interview von Ulf Krone mit Raimund Schreckenberger,
erschienen in „Das WIR-Magazin im Gerauer Land“ 357, September/ Oktober 2025